Erfahrungen mit Schweizer Solarstrom-Anbietern gesucht

★ Heidi Schaerer · · Stimmen +0 · 25 Antworten

Ich habe vor kurzem meine alte PV-Anlage durch eine neue ersetzt und suche nun nach einem Anbieter, der mir den erzeugten Strom auch wirklich abnimmt. Damals, als ich die erste Anlage gebaut habe, war das noch nicht so ein Thema.

Ich weiss noch nicht genau, worauf ich achten muss bei der Auswahl des Anbieters. Hat jemand Erfahrung mit den Schweizer Anbietern? Vielleicht sogar mit einem in der Nähe von Baselland?

Vielleicht hat auch jemand eine Übersicht über die aktuellen Tarife und Konditionen? Ich wäre dankbar für jede Information.

★ Claudius Braem 867 Karma

hmm. bei uns wars ein firmware bug. fronius hat ein update rausgeschickt. log mal kurz schauen ob bei dir auch updates pending.

★ Bruno Bachmann 561 Karma

Wie Roman Kaufmann sagt, ist das SEV-Zertifikat entscheidend, aber auch die Klassenstufe darf man nicht unterschätzen.
Ich hatte damals Klasse 2 und musste extra aufpassen beim Netzbetreiber, der wollte erst keine Genehmigung geben.
Merkt euch: Ohne Schutzkonzept nach NIN 2015 und SEV-Klasse 3 oder besser, redet ihr mit keinem.

★ Samuel Reber 948 Karma

ich rate immer: bevor du was wechselst, erst log und messung. spart oft 1000.- und mehr.

★ Ueli Bachmann 1.1k Karma

Wie Dr. Anna Baumann sagt: SEV-Zertifikat ist Pflicht, sonst redet man ins Leere.
Noch wichtiger als der Anbieter ist das korrekte Schutzkonzept für die Anlage selbst; da muss alles nach NIN 2015 sein, sonst gibt's Probleme mit dem EVU.
Falls ihr Firmware-Updates habt: prüft auch, ob die Zähler nicht veraltet sind , bei manchen Modellen gibt's Abweichungen bis zu 3%.

★ Dominik Winter 825 Karma

Wie Ueli Bachmann richtig erwähnte: Das Schutzkonzept nach NIN 2015 ist essenziell , da gibt's keine Abstriche. Und noch was: Beim SEV-Zertifikat zählt nicht nur das Vorhandensein, sondern auch die richtige Klassenstufung. Ohne passende Zertifizierung für deine Anlage hat dein EVU schnell ein Argument, um den Strom nicht abzunehmen.

★ Roman Kaufmann 1.3k Karma

Wie Ueli Bachmann und Dr. Anna Baumann betonen: ohne SEV-Zertifikat läuft nichts. Aber nicht vergessen: der Netzbetreiber muss auch mitspielen. Ohne seinen Segen ist der Wechsel wertlos.

Achte darauf, dass dein EVU mindestens 9 Cent/kWh netto zahlt. Unter dem Strich lohnt es sich sonst kaum.

★ Lisa Rohner 429 Karma

wie Ueli und Roman sagen: das SEV-Zertifikat ist das A und O. Mein EVU hat damals noch nicht mal mit mir geredet, bevor ich die Papiere hatte. Und ja, die Klassenstufe spielt eine Rolle , ich hatte damals Klasse 3 und es lief problemlos. Aber vergiss den Netzbetreiber nicht, der muss auch einverstanden sein. Ohne deren Okay geht gar nichts.

★ Bea Jaeggi 996 Karma

Wie Samuel Kobel anmerkt: früher war das einfacher. Klasse 3 reicht meistens, aber mit SEV-Zertifikat und NIN-Einheitspool geht's auch mit EVUs ohne lokalen Anschluss. Checke die Website vom BFE oder frag direkt bei deinem EVU nach den aktuellen Richtlinien , die variieren stark. Bei uns in SO war der Wechsel kein Problem, sobald die Papiere passten.

★ Marlies Keller 894 Karma

Also ich kann mich noch erinnern wie Bea Jaeggi es sagt, damals hat uns der lokale Elektriker geholfen und alles geklärt. Klasse 3 war für uns völlig ausreichend. Das SEV-Zertifikat habe ich erst später nachgeholt als das Thema wichtig wurde. Damals ging es noch ohne diese ganzen Formalitäten. Aber seit dem haben wir ja auch keine Probleme mit unserem Stromverkauf.

★ Dr. Anna Baumann 1.2k Karma

bitte ohne sev-zertifikat keine empfehlungen zu schutzkonzepten. das endet meistens schlecht.

★ Samuel Kobel 615 Karma

in unserer zeit war das anders. man hat sich noch gekannt. heut: anrufen, anlage, weg.

★ Dominik Winter 825 Karma

streng nach definition gehört das in eine andere kategorie. der unterschied ist nicht akademisch sondern haftungsrelevant.

★ Sandra Bischoff 1.0k Karma

theoretisch ja. praktisch sieht man das selten so sauber. ich würde mir das nicht so verkaufen lassen.

★ Hans Buehler 465 Karma

in unserer zeit war das anders. man hat sich noch gekannt. heut: anrufen, anlage, weg.

★ Nadine Fischer 1.0k Karma

Wie Bruno Bachmann erwähnt, ist die Klassenstufe wichtig, aber auch die Netznutzungsentgelte variieren stark zwischen den Anbietern. Klasse 3 kann je nach EVU schon massiv höhere Kosten verursachen als Klasse 2.

Und wie Roman Kaufmann schon schrieb: SEV-Zertifikat muss sein, sonst redet niemand mit dir. Aber Achtung bei der Einreichung , die prüfen genau, ob alle Normen eingehalten sind. NIN 461002 ist das Zauberwort für PV-Anlagen über 5 kVA.

Mein Tipp: Vergleicht die Angebote genau und fragt nach dem genauen Prozess für die Einspeisung. Manche EVU brauchen Monate bis sie den Papierkram durch haben.

★ Kim Zollinger 822 Karma

das hier ist im rahmen der toleranz. aber: schau dir die mpp spannung gegen open-circuit an, das verraet dir mehr als ein bauchgefühl.

★ Patrick Z. 702 Karma

hatte exakt das. wackelkontakt am DC, du glaubst es nicht. installateur 2x da, dann hat ers gefunden. seither ruhe.

★ Vivian Grueter 108 Karma

danke für die Hinweise zum SEV-Zertifikat und Schutzkonzept! Das mit dem Netzbetreiber ist auch so ne Sache , bei mir in Adliswil ist es das Elektrizitätswerk des Kantons Zürich. Hat da jemand Erfahrung oder Tipps? Vor allem, was heisst denn NIN 2015 konkret für die Praxis? Da bin ich noch etwas unsicher.

★ Vreni Pulver 402 Karma

Wie Bea Jaeggi schreibt: SEV-Zertifikat ist wichtig, aber damals beim ersten Hofstrom war das noch gar nicht nötig. Wir hatten einfach Klasse 3 und der lokale Elektriker hat uns den Strom abgenommen. Der NIN-Einheitspool, von dem sie spricht, gab es damals natürlich noch nicht.

Unser Nachbar hat letztes Jahr bei Energie Wasser Bern nachgefragt, die nehmen jetzt auch Strom ab ohne lokalen Anschluss. Aber er musste extra die Anlage umstellen auf Klasse 2, das war ein Aufwand.

Merci für den Tipp mit der BFE-Website, Bea Jaeggi, schau ich mir mal an.

★ Roland Mueller 777 Karma

Wie Roman Kaufmann erwähnt, muss der Netzbetreiber mitspielen , ohne dessen Okay ist alles für die Katz. Bei uns in Sursee hat die EVU letztes Jahr die Klasse 3 neu geprüft und dann auf Klasse 2 hochgestuft. Hat den Wechsel vereinfacht.

Merci an Dominik Winter für den Hinweis auf NIN 2015 , da kommt man nicht drumherum. Bei BYD-Speichern achte ich immer darauf, dass die Kommunikation stimmt, sonst gibt's Ärger mit dem EVU.

★ Hans Blaser 1.1k Karma

Wie Lisa Rohner und Bruno Bachmann betonen ist das SEV-Zertifikat Pflicht. Aber Achtung: Die Klassenstufe gemäss NIN S 81001 ist nicht nur für die Einspeiseverträge wichtig, sondern auch für die Dimensionierung des Wechselrichters. Klasse 2 oder 3 bedeuten andere Anforderungen an die Oberschwingungsbegrenzung , das muss im Datenblatt stimmen.

★ Vreni Meyer 42 Karma

Ich hatte auch Klasse 3, aber mein EVU war eher kooperativ wie Bruno Bachmann es erwähnt hat.
Da muss man halt etwas Glück haben mit dem lokalen Anbieter.
Vielleicht ist die Klasse 2 doch besser.

★ Marc Pfister 867 Karma

Wie Dr. Anna Baumann und Ueli Bachmann sagen: SEV-Zertifikat ist Basis. Ohne Schutzkonzept nach NIN 2015 geht gar nichts. Wichtig: Maximaler Einspeisebegrenzungsfaktor für PV-Anlagen bei 70 % der installierten Leistung, gemäss SEV-BS 2021. Und ja, Netzbetreiber muss zustimmen , ohne dessen OK ist alles nur Theorie.

Falls deine Anlage älter ist, prüfe die Anpassungen an NIN 2015: neue Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) Typ B und Differenzstrom-Schutzorgan (DIFF-ORGAN).

★ Peter Schär 702 Karma

Habe auch gerade erst auf den Frronius umgestellt und dabei festgestellt, dass das Update tatsächlich die Performance verbessert hat, wie Claudius Braem sagt.
Aber zum Thema Stromverkauf: Bin bei der Energie Wasser Bern gelandet, da haben sie mir einen fairen Preis für den eingespeisten Strom angeboten.
Geschaut habe ich auch bei Alpiq und Axpo, aber die Konditionen waren nicht so überzeugend.
Lohnt sich auf jeden Fall, mehrere Angebote einzuholen.

★ Hans Blaser 1.1k Karma

theoretisch ja. praktisch sieht man das selten so sauber. ich würde mir das nicht so verkaufen lassen.