Erfahrungen mit Schweizer Solarstrom-Anbietern gesucht

★ Heidi Schaerer · · Stimmen +0 · 41 Antworten

Ich habe vor kurzem meine alte PV-Anlage durch eine neue ersetzt und suche nun nach einem Anbieter, der mir den erzeugten Strom auch wirklich abnimmt. Damals, als ich die erste Anlage gebaut habe, war das noch nicht so ein Thema.

Ich weiss noch nicht genau, worauf ich achten muss bei der Auswahl des Anbieters. Hat jemand Erfahrung mit den Schweizer Anbietern? Vielleicht sogar mit einem in der Nähe von Baselland?

Vielleicht hat auch jemand eine Übersicht über die aktuellen Tarife und Konditionen? Ich wäre dankbar für jede Information.

★ Claudius Braem 867 Karma

hmm. bei uns wars ein firmware bug. fronius hat ein update rausgeschickt. log mal kurz schauen ob bei dir auch updates pending.

★ Stefanie Huber 606 Karma

wie peter schär das mit den zwei wochen verspätung beschreibt kenn ich von der letzten installation auch. bei uns hat dann die firma vom evu einfach nicht mal angerufen und wir haben tagelang ohne zählerstand gestanden. am besten ihr schreibt dem betriebswerk direkt in den a*** dass es zeitlich eng wird ansonsten kommt da nichts mehr in bewegung danke

★ Bruno Bachmann 561 Karma

Wie Roman Kaufmann sagt, ist das SEV-Zertifikat entscheidend, aber auch die Klassenstufe darf man nicht unterschätzen.
Ich hatte damals Klasse 2 und musste extra aufpassen beim Netzbetreiber, der wollte erst keine Genehmigung geben.
Merkt euch: Ohne Schutzkonzept nach NIN 2015 und SEV-Klasse 3 oder besser, redet ihr mit keinem.

★ Sandra Bischoff 1.0k Karma

Wie Marlies Keller schreibt, war Klasse 3 für viele genug. Aber Achtung: Ein SEV-Zertifikat lohnt sich, wenn der EVU nicht direkt am Ort ist, NIN gibt klare Vorgaben. Checke den Wirkungsgrad deiner Anlage, oft liegt das Problem dort.

★ Samuel Reber 948 Karma

ich rate immer: bevor du was wechselst, erst log und messung. spart oft 1000.- und mehr.

★ Ueli Bachmann 1.1k Karma

Wie Dr. Anna Baumann sagt: SEV-Zertifikat ist Pflicht, sonst redet man ins Leere.
Noch wichtiger als der Anbieter ist das korrekte Schutzkonzept für die Anlage selbst; da muss alles nach NIN 2015 sein, sonst gibt's Probleme mit dem EVU.
Falls ihr Firmware-Updates habt: prüft auch, ob die Zähler nicht veraltet sind , bei manchen Modellen gibt's Abweichungen bis zu 3%.

★ Dominik Winter 825 Karma

Wie Ueli Bachmann richtig erwähnte: Das Schutzkonzept nach NIN 2015 ist essenziell , da gibt's keine Abstriche. Und noch was: Beim SEV-Zertifikat zählt nicht nur das Vorhandensein, sondern auch die richtige Klassenstufung. Ohne passende Zertifizierung für deine Anlage hat dein EVU schnell ein Argument, um den Strom nicht abzunehmen.

★ Ueli M. 2.1k Karma

Wie Heinz Furrer es erlebt hat, kann die Technik-Hotline echt ein Horrorszenario sein.
Bei meiner Anlage musste ich dreimal hinterherspringen, bis der Typ vom EVU endlich kam.
Merci für den Hinweis mit dem SEV-Zertifikat, Sandra Bischoff.
Ich hatte damals auch Klasse 3, aber das Zertifikat hat sich rentiert , besonders seit dem Wirkungsgrad-Check.

★ Roman Kaufmann 1.3k Karma

Wie Ueli Bachmann und Dr. Anna Baumann betonen: ohne SEV-Zertifikat läuft nichts. Aber nicht vergessen: der Netzbetreiber muss auch mitspielen. Ohne seinen Segen ist der Wechsel wertlos.

Achte darauf, dass dein EVU mindestens 9 Cent/kWh netto zahlt. Unter dem Strich lohnt es sich sonst kaum.

★ Peter Schär 702 Karma

wie Heinz Furrer das mit den abgesagten Terminen beschreibt kenn ich auch. Mein EVU hat beim Einbau der neuen Anlage dann doch glatt zwei Wochen Verspätung gehabt obwohl es zeitnah vereinbart war. Wichtig ist halt dass man im Vertrag stehen hat wann der Techniker kommt und nicht nur hofft dass er Zeit findet. Bei uns lief nach dem ersten Termin dann alles rund mit dem Smartmeter und die App zeigt auch endlich live an was der Akku so macht.

★ Lisa Rohner 429 Karma

wie Ueli und Roman sagen: das SEV-Zertifikat ist das A und O. Mein EVU hat damals noch nicht mal mit mir geredet, bevor ich die Papiere hatte. Und ja, die Klassenstufe spielt eine Rolle , ich hatte damals Klasse 3 und es lief problemlos. Aber vergiss den Netzbetreiber nicht, der muss auch einverstanden sein. Ohne deren Okay geht gar nichts.

★ Claudia Jenni 504 Karma

Wie Bea Jaeggi schreibt, war das früher tatsächlich einfacher. Ich hatte auch Klasse 3 und das SEV-Zertifikat kam erst nachträglich dazu. Beim Wechsel des Anbieters hat mir der EVU-Kontakt geholfen, da wusste ich wenigstens schon mal wie's abläuft. Aber trotzdem war es kein Zuckerschlecken , also nicht zu viel Druck machen.

★ Bea Jaeggi 996 Karma

Wie Samuel Kobel anmerkt: früher war das einfacher. Klasse 3 reicht meistens, aber mit SEV-Zertifikat und NIN-Einheitspool geht's auch mit EVUs ohne lokalen Anschluss. Checke die Website vom BFE oder frag direkt bei deinem EVU nach den aktuellen Richtlinien , die variieren stark. Bei uns in SO war der Wechsel kein Problem, sobald die Papiere passten.

★ Kurt Meier 504 Karma

wie heinz furrer von den abgesagten terminen berichtet weiss ich das nur zu gut. bei mir hattes der krieg auch mit dem smartmeter geklappt aber die verbindung war instabil und hat ewig gedauert bis der akku geladen war. merkt euch auf jeden fall das sev zertifikat anders kommt man da nicht mehr ran

★ Marlies Keller 894 Karma

Also ich kann mich noch erinnern wie Bea Jaeggi es sagt, damals hat uns der lokale Elektriker geholfen und alles geklärt. Klasse 3 war für uns völlig ausreichend. Das SEV-Zertifikat habe ich erst später nachgeholt als das Thema wichtig wurde. Damals ging es noch ohne diese ganzen Formalitäten. Aber seit dem haben wir ja auch keine Probleme mit unserem Stromverkauf.

★ Dr. Anna Baumann 1.2k Karma

bitte ohne sev-zertifikat keine empfehlungen zu schutzkonzepten. das endet meistens schlecht.

★ Thomas Jungen 966 Karma

wie stefanie huber das mit dem fehlenden anruf beschreibt kenne ich genau. bei mir war die umstellung auf smart meter beim evu auch ein geduldsspiel. sie warten zu lang bis der zähler wirklich online ist und dann meckern sie erst weil man nicht sieht wie viel man produziert hat.

★ Heinz Furrer 66 Karma

habt ihrs auch erlebt? bei uns wars ein witz. der techniker hat 2 mal abgesagt, dann nie wieder.

★ Samuel Kobel 615 Karma

in unserer zeit war das anders. man hat sich noch gekannt. heut: anrufen, anlage, weg.

★ Larissa Steiger 543 Karma

ja, kenn ich. bei uns hats die haftpflicht gedeckt. der installateur war zum glueck mit dabei und hat dokumentiert.

★ Dominik Winter 825 Karma

streng nach definition gehört das in eine andere kategorie. der unterschied ist nicht akademisch sondern haftungsrelevant.

★ Eva Signer 270 Karma

wie peter schär das mit den zwei wochen verspätung beschreibt kenn ich auch bei uns hat das ewb dann doch noch schnell geklappt aber der kontakt war anfangs wirklich holprig. wir haben einfach die aktuelle tagesproduktion von unserer anlage in buchs mitgeschickt und schon hatten sie ein gefühl für unseren verbrauch. merke halt dass man nicht nur auf den preis schauen darf sondern auch darauf wie reaktionsschnell das evu bei fehlern ist danke

★ Sandra Bischoff 1.0k Karma

theoretisch ja. praktisch sieht man das selten so sauber. ich würde mir das nicht so verkaufen lassen.

★ Hans Buehler 465 Karma

in unserer zeit war das anders. man hat sich noch gekannt. heut: anrufen, anlage, weg.

★ Nadine Fischer 1.0k Karma

Wie Bruno Bachmann erwähnt, ist die Klassenstufe wichtig, aber auch die Netznutzungsentgelte variieren stark zwischen den Anbietern. Klasse 3 kann je nach EVU schon massiv höhere Kosten verursachen als Klasse 2.

Und wie Roman Kaufmann schon schrieb: SEV-Zertifikat muss sein, sonst redet niemand mit dir. Aber Achtung bei der Einreichung , die prüfen genau, ob alle Normen eingehalten sind. NIN 461002 ist das Zauberwort für PV-Anlagen über 5 kVA.

Mein Tipp: Vergleicht die Angebote genau und fragt nach dem genauen Prozess für die Einspeisung. Manche EVU brauchen Monate bis sie den Papierkram durch haben.

★ Kim Zollinger 822 Karma

das hier ist im rahmen der toleranz. aber: schau dir die mpp spannung gegen open-circuit an, das verraet dir mehr als ein bauchgefühl.

★ Patrick Z. 702 Karma

hatte exakt das. wackelkontakt am DC, du glaubst es nicht. installateur 2x da, dann hat ers gefunden. seither ruhe.

★ Markus H. 561 Karma

ja, kenn ich. bei uns hats die haftpflicht gedeckt. der installateur war zum glueck mit dabei und hat dokumentiert.

★ Vivian Grueter 108 Karma

danke für die Hinweise zum SEV-Zertifikat und Schutzkonzept! Das mit dem Netzbetreiber ist auch so ne Sache , bei mir in Adliswil ist es das Elektrizitätswerk des Kantons Zürich. Hat da jemand Erfahrung oder Tipps? Vor allem, was heisst denn NIN 2015 konkret für die Praxis? Da bin ich noch etwas unsicher.

★ Eveline Studer 927 Karma

Wie Heinz Furrer beschreibt, kann es bei der Abnahme des Solarstroms zu unerwarteten Verzögerungen kommen. In solchen Fällen hilft oft nur beharrliches Nachfassen beim EVU-Kontakt , und Geduld.

Aber Achtung: Nicht alle Anbieter sind gleich. Manche zahlen weniger für den eingespeisten Strom, andere haben lange Wartezeiten oder veraltete Technologien. Es lohnt sich, mehrere Offerten einzuholen und genau auf die Verträge zu schauen.

Falls der EVU am Ort ist, wie Sandra Bischoff andeutet, kann das SEV-Zertifikat entfallen. Aber Vorsicht: Selbst wenn Klasse 3 genug war, gilt das nicht für alle Anbieter.

merci

★ Vreni Pulver 402 Karma

Wie Bea Jaeggi schreibt: SEV-Zertifikat ist wichtig, aber damals beim ersten Hofstrom war das noch gar nicht nötig. Wir hatten einfach Klasse 3 und der lokale Elektriker hat uns den Strom abgenommen. Der NIN-Einheitspool, von dem sie spricht, gab es damals natürlich noch nicht.

Unser Nachbar hat letztes Jahr bei Energie Wasser Bern nachgefragt, die nehmen jetzt auch Strom ab ohne lokalen Anschluss. Aber er musste extra die Anlage umstellen auf Klasse 2, das war ein Aufwand.

Merci für den Tipp mit der BFE-Website, Bea Jaeggi, schau ich mir mal an.

★ Steffi Ruegg 177 Karma

Wie Bea Jaeggi und Marlies Keller schreiben, ist Klasse 3 oft das Richtige. Unser EVU nimmt den Solarstrom ohne Zertifikat ab. 70% unseres Stroms flieft ins Netz, nur die Batterie deckt den Rest. Der lokale Elektriker hat uns dabei super geholfen.

★ Inge Holzer 234 Karma

Wie Marlies Keller schreibt, hat uns damals auch der lokale Elektriker alles erledigt. Klasse 3 war bei uns total genug. Aber jetzt mit dem Wechsel und dem SEV-Zertifikat wirds kompliziert. Hab gehört, NIN-Einheitspool ist ne Option, aber ich versteh den Kram nicht. Braucht ihr da Spezialisten?

★ Tobias Widmer 1.1k Karma

wie Ueli M. den SEV-Zertifikat erwähnt hat, muss man da genau hinsehen. Nicht jeder Elektriker hält sich an die NIN Normen und das kostet nur Zeit. Mein EVU-Kontakt war hier im Shor recht pragmatisch aber die Abnahme muss zwingend protokolliert werden sonst gibt es kein Einspeisevertrag.

★ Roland Mueller 777 Karma

Wie Roman Kaufmann erwähnt, muss der Netzbetreiber mitspielen , ohne dessen Okay ist alles für die Katz. Bei uns in Sursee hat die EVU letztes Jahr die Klasse 3 neu geprüft und dann auf Klasse 2 hochgestuft. Hat den Wechsel vereinfacht.

Merci an Dominik Winter für den Hinweis auf NIN 2015 , da kommt man nicht drumherum. Bei BYD-Speichern achte ich immer darauf, dass die Kommunikation stimmt, sonst gibt's Ärger mit dem EVU.

★ Hans Blaser 1.1k Karma

Wie Lisa Rohner und Bruno Bachmann betonen ist das SEV-Zertifikat Pflicht. Aber Achtung: Die Klassenstufe gemäss NIN S 81001 ist nicht nur für die Einspeiseverträge wichtig, sondern auch für die Dimensionierung des Wechselrichters. Klasse 2 oder 3 bedeuten andere Anforderungen an die Oberschwingungsbegrenzung , das muss im Datenblatt stimmen.

★ Vreni Meyer 42 Karma

Ich hatte auch Klasse 3, aber mein EVU war eher kooperativ wie Bruno Bachmann es erwähnt hat.
Da muss man halt etwas Glück haben mit dem lokalen Anbieter.
Vielleicht ist die Klasse 2 doch besser.

★ Marc Pfister 867 Karma

Wie Dr. Anna Baumann und Ueli Bachmann sagen: SEV-Zertifikat ist Basis. Ohne Schutzkonzept nach NIN 2015 geht gar nichts. Wichtig: Maximaler Einspeisebegrenzungsfaktor für PV-Anlagen bei 70 % der installierten Leistung, gemäss SEV-BS 2021. Und ja, Netzbetreiber muss zustimmen , ohne dessen OK ist alles nur Theorie.

Falls deine Anlage älter ist, prüfe die Anpassungen an NIN 2015: neue Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) Typ B und Differenzstrom-Schutzorgan (DIFF-ORGAN).

★ Peter Schär 702 Karma

Habe auch gerade erst auf den Frronius umgestellt und dabei festgestellt, dass das Update tatsächlich die Performance verbessert hat, wie Claudius Braem sagt.
Aber zum Thema Stromverkauf: Bin bei der Energie Wasser Bern gelandet, da haben sie mir einen fairen Preis für den eingespeisten Strom angeboten.
Geschaut habe ich auch bei Alpiq und Axpo, aber die Konditionen waren nicht so überzeugend.
Lohnt sich auf jeden Fall, mehrere Angebote einzuholen.

★ Hans Blaser 1.1k Karma

theoretisch ja. praktisch sieht man das selten so sauber. ich würde mir das nicht so verkaufen lassen.

★ Reto Huber 936 Karma

bevor jemand das nachmacht: über 30 kWp und mit speicher gilt das nicht. dann ist alles anders.